The Great Ocean Road und die ‚grey nomades‘

Hello, dear blogfriends,
here we are – und dass wir das nicht vergessen,  möchten wir an dieser Stelle mal kräftig betonen, dass die Gästebucheinträge rekordverdächtig sind bei dieser Reise. Besonders die Anzahl derer, die schon drin waren, bevor wir überhaupt losgefahren sind! Unglaublich! Herzlichen Dank an euch alle für die große Unterstützung dieser Reise ans andere Ende der Welt – Down Under.
Ach ja, und ein kleiner Nachtrag zum vorigen Bericht ist noch wichtig: der Surfstrand Bells Beach in Torquay, an dem wir die ersten Sonnenstrahlen genossen haben, war der erste Strand der Welt, der als ‚Surfing Reserve‘ deklariert wurde (1971). Als „alter“ Surfer wollte Paul das doch noch nachgetragen haben.
Nachdem wir nun einige Tage in Australien verbracht haben, haben wir nicht nur landschaftliche Eindrücke gesammelt, nein, auch Eindrücke über die Einwohner dieses riesigen Landes. So ist faszinierend, dass sie sich bedanken, bevor sie etwas erbitten. So sagt ein Australier z.B.: „5 Dollars, thank you!“ – was bei uns hieße: „ 5 Dollars bitte!“ Ulkig. Und die Geschichte von den australischen Rentnern fanden wir (wieso nur?) auch nett. Nicht wenig Menschen, die in Rente gehen, möchten ihren Lebensabend nicht in ihren vier Wänden verbringen, sondern verkaufen Haus und Hof, kaufen sich ein Wohnmobil und reisen durch die Lande. Auf Campingplätzen trifft man immer wieder auf ältere Ehepaare die schon über 10 Jahre unterwegs sind und ihr Land erkunden. Es sind so viele, dass man sogar einen gängigen Begriff für die rüstigen Reisenden geschaffen hat: man nennt sie liebevoll ‚the grey nomades‘, die grauen Nomaden  …

006A.12 Apostel und Loch Ard Gorge. IMG_1245 (11)
Unsere zweite große Strecke war die auf der berühmten „Great Ocean Road“, d i e Straße der Straßen in Australien. Von Torquay führt sie über Cape Otway, einem Landzipfel, der weit ins Meer hineinragt, bei dem wir auf einer kleinen Wanderung – juchhuuu – unsere ersten beiden Koalas hoch in den Wipfeln der Eukalyptusbäume entdeckt haben.

006A.Cap Otway bei Apollo Bay. IMG_1123 (1) 006A.Cap Otway bei Apollo Bay. IMG_1123 (12)
Auch der Otway Lighthouse, der Leuchtturm ist seine Besichtigung wert. Man darf hoch auf die Aussichtsplattform rundherum und hat eine sensationelle Sicht auf die Küste.

006A.Cap Otway am Leuchturm. IMG_1142 (14)
Der anschließende Küstenabschnitt westlich des Cape Otway trägt den Namen Shipwreck Coast und das nicht ohne Grund: Über 200 Schiffswracks hat man bisher entdeckt, über 700 Schiffsunglücke sind verzeichnet. Eines dieser Unglücke bescherte den Einheimischen eine Abwechslung besonderer Art. 1924 lief ein Dampfer auf Grund, dessen Ladung zum Großteil entladen und an Land gebracht werden musste, um ihn vom Riff freizubekommen. In den zurückgelassenen Kisten fanden die Männer so viel Schnaps und Bier, dass sie zwei Wochen nicht zur Arbeit erscheinen konnten. By the way: der Alkohol ist teuer hier …

006A.Cap Otway am Leuchturm. IMG_1142 (5)
Die Great Ocean Road selbst ist übrigens nicht das eigentlich Sensationelle. Sie führt durch Wälder, weite Felder, man sieht Farmen und Rinderherden, alles ein wenig amerikanisch. Das Sensationelle aber daran sind die ‚Lookouts‘, die immer wieder über Stichstraßen an die Küste führen. Und dann stehen wir immer wieder staunend vor den Naturdenkmälern, die diese Straße so berühmt gemacht haben: „Loch Ard Gorge“, „The Arch“, „London Bridge“, „The Grotto“ und die weltberühmten „12 Apostel“, von denen nur noch 6 stehen, die anderen sind inzwischen ‚collapsed‘, von der ewigen Brandung zerstört. Das Meer ist hier besonders mächtig und beeindruckend, wir hoffen, es ist auf den Fotos zu erkennen!

006A.12 Apostel und Loch Ard Gorge. IMG_1245 (4) 006A.12 Apostel und Loch Ard Gorge. IMG_1245 (15) 006A.12 Apostel und Loch Ard Gorge. IMG_1245 (24) 006A.12 Apostel und Loch Ard Gorge. IMG_1245 (38) 006A.The Arch, nach Port CampbelI. MG_1252 (8) 006A.The Grotto nach Port Campbell. IMG_1268 (4)
Und hier noch eine kleine Story, so viel Zeit muss sein. Die Felsformation „London Bridge“ bestand eigentlich aus zwei Brücken, deren eine aber 1990 auf Grund von Erosionsprozessen einbrach. Just zu dem Zeitpunkt dieses Naturschauspieles standen zwei Personen auf dem übrig gebliebenen und nun vom Festland getrennten Felsplateau und mussten mit einem Schock und dem Helikopter gerettet werden.

006A.London Bridge nach Port Campbell. IMG_1264 (4)
Diese beeindruckende Küste werden wir nun in Warrnambool verlassen und Richtung Grampions Nationalpark fahren, von wo aus wir dann mehr über die Natur- und Tierwelt dieser Gegend berichten werden.
Es grüßen herzlich australisch
eure Weltenbummler Barbara & Paul

 

 

 

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Ein Kommentar zu The Great Ocean Road und die ‚grey nomades‘

  1. Weyss Moni sagt:

    Ein kleines Gedicht zu dem Känguruhfoto das per what’s app kam:
    So ein Känguruh hat nicht
    Strümpf noch Schuh
    wie du.
    Und legt es sich abends zur Känguruh-Ruh
    deckt sich’s nicht zu
    wie du.
    Es kann gut hupfen
    und kriegt keinen schnupfen
    wie du.
    Und hat einen Beutel
    wozu?
    Statt Kinderwagen
    zum Babytragen
    Nanu!

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