Wie Perlen auf einer Schnur …

Hallo liebe Leser,
zu Beginn haben wir erst mal ein typisches Bild, das eigentlich in jeden Bericht dieser Reise passt, da es uns bereits in Lappland und nun auch hier überall begleitet. Es ist eine Bushaltestelle (die es übrigens auch auf den großen Überlandstraßen gibt: das ist wie Bushaltestelle auf der Autobahn). Das Besondere ist, in den einsameren Gegenden hat man gleich noch alle Briefkästen der umliegenden Häuser befestigt, sodass der Briefträger zeitsparend Post verteilen kann – übrigens aus einem Auto mit Rechtslenkung, so wirft er direkt aus dem Auto die Post in die Kästen. So, das war eine kurze Exkursion in den Alltag des Landes …

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Nach einem Kurzbesuch von Narvik, der Stadt, die durch die heftige Meeresschlacht direkt im Hafen im 2. Weltkrieg bekannt wurde. Und hier könnt ihr mal sehen, wie weit wir von euch weg sind.

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… fahren wir über eine riesige Brücke direkt auf die Lofoten. Wie Perlen an einer Schnur liegt diese Inselgruppe mit ihren bis zu 1000m hohen, teilweise direkt aus dem Meer ragenden Bergen.

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Wir befinden uns auf dem sogenannten König-Olaf-Weg, das ist die E10, auf der wir uns schon seit geraumer Zeit bewegen, und erinnern uns an die gelesenen Worte des König Magnus Lagabaoter: „Mit Gesetzen und Straßen wollen wir das Land aufbauen!“ – das sagte er in Verbindung mit dem Erlass des Reichsgesetzes im Jahre, man höre und staune, 1274 – und seit dieser Zeit ist das Straßennetz Königssache gewesen.
So, und nun müsst ihr alle sehr stark sein, denn auf den Lofoten ist die Natur der mächtige Freund des Touristen – und vor allem: des FOTOGRAFEN! 😉
Wir setzen uns ja immer vor dem Scheiben des Berichtes zusammen, schauen die Fotos dieses Reiseabschnittes an und suchen diejenigen aus, die für diesen Blogeintrag geeignet sind. Nachdem wir das für die Lofoten getan hatten haben wir festgestellt, dass diese Anzahl von Bildern ganz sicher nicht im Sinne der Leser ist … wir fordern eure Geduld sowieso schon gewaltig heraus … und haben also spontan nochmal eine Auswahl der Auswahl getroffen. Und mit dieser geht es jetzt ohne viele Kommentare los:

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Die Lofoten werden auch von vielen Kreuzfahrtschiffen angefahren, und da gelang uns dieser Schnappschuss, der die Größenverhältnisse zeigt.

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Die Haupteinnahmequelle dieser Inselgruppen ist der Trockenfisch. Und wer sagt Geld stinkt nicht, der sollte mal auf die Lofoten fahren, insbesondere nach Hennignsvaer, denn Henningsvaer riecht immer nach Fisch. Die gefangenen Dorsche werden in Kopf und Körper getrennt und auf riesigen Holzgestellen zum Trocknen aufgehängt, die Köpfe auf die eine und die Körper auf die andere Seite. Dieser Trockenfisch wird in die ganze Welt verschickt, Italien ist übrigens der größte Abnehmer. Die Zubereitung ist nicht so einfach, der Fisch muss in speziellen Laugen über mehrere Tage gewässert werden und erhält durch diese Prozedur sein Originalgewicht wieder. Die Köpfe kommen nach Afrika, wo nahrhafte Fischsuppe daraus gefertigt wird.

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Hier noch ein Foto eines sehr schönen, verträumten Campingplatzes, mit Booten, die von uns aufgrund des kühlen Wetters ungenutzt blieben, und einer idyllischen Sauna, die schon belegt war.

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Eines der schönsten Örtchen auf den Lofoten ist, trotz stetigem Fischgeruch, ohne Frage Henningsvaer mit seinem verträumten Hafen – schon der Weg dorthin ist malerisch …

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Auch einen Aufenthalt in Eggum haben wir fest eingeplant, kennen wir es doch von unserer letzten Reise und wissen, dass man dort nicht nur ein besonders faszinierendes Stück Natur, sowie ein kleines, feines Stück Kunst vorfindet, sondern auch die Mitternachtssonne perfekt sieht – den Blick gen Westen über den Atlantik gerichtet!

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Die Fotos von Haukland, unserem Lieblingsziel, werden auch euch begeistern. Es gibt ja auf den Lofoten überall herrliche Strände mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser. Und es gibt natürlich auch besonders schöne Strände … und wenn dann noch die Sonne scheint, gibt es kein Halten mehr! Schuhe und Strümpfe aus und …

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Die Tour geht weiter nach Nusfjord, mit seinen idyllischen Fischerhäuschen wie am Fels festgeklebt, das Norwegens ältestes und besterhaltenes Fischerdorf ist. Seine Gebäude und der Baustil haben ihre ursprüngliche Eigenart in hohem Grad erhalten. Hier wurde schon in der frühen Wikingerzeit Handelsfischerei betrieben.

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… über Ramberg nach Reine, dem Städtchen mit dem weltbekannten Fotomotiv vor dem Dreiecksfelsen – in unserem Reisetaschenbuch von 2006 übrigens auch schon gut getroffen.

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Zum Schluss noch ein guter Dorsch aus einem der einzigen Läden, die verstehen, dass nicht jeder Fisch angeln kann, und ein Foto mit dem, was wir daraus gemacht und im Sonnenlicht verspeist haben. Haben wir schonmal erwähnt, dass die Sonne immer noch nicht untergeht?

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Und nun haben wir noch ein drittes Rätsel entdeckt, wem es Spaß macht, der könnte uns auch hierzu gerne seine Antwort schicken.
Was ist das? Wir freuen uns auf eure Antworten!

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Jetzt verlassen wir diese ganz besondere Inselgruppe – wahrscheinlich werden wir nie mehr herkommen, denn es gibt ja noch so viele andere Ziele auf dieser Welt. In diesem Bewusstsein fällt der Abschied schwer, Gott sei Dank regnet es gerade (oder weint auch der Himmel mit uns?), sodass es uns etwas leichter gemacht wird.

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Ein Kommentar zu Wie Perlen auf einer Schnur …

  1. Alexander sagt:

    Lösung des Rätsels:
    Das sind Meeressamen, aus denen schon früh das Meer um die Lofoten herum entstand?

    Gute „Rückreise“
    von eurem Söhnchen

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