Ein herzliches „KIA ORA“ aus Neuseeland

Ja, wir sind auch in Neuseeland gut angekommen, der Flug war wiederum ruhig und dauerte genau so viele Stunden wie der nach HongKong – nämlich elf. Somit sind wir zweiundzwanzig Stunden Flugzeit von euch entfernt – aber wir sind ja auch am anderen Ende der Welt.

Wir wurden von herrlichem Sommerwetter empfangen, haben unser Wohnmobil übernommen, von dem wir leicht enttäuscht sind, weil es ein bereits älteres Modell ist (passend zu uns J), und haben uns auf einem Campingplatz auf der Insel direkt gegenüber Auckland erstmal eingerichtet. Also, wer uns vorher erzählte, dass Neuseeland ein wenig dicht besiedeltes Gebiet ist und viel Natur und Einsamkeit herrscht, dem sei gesagt, dass wir ca. 2 Stunden im Stop-and-go-Tempo unterwegs waren. Und es sollte nicht das letzte Mal sein…
Der nächste Tag war Auckland gewidmet. Wir haben uns mit der Fähre übersetzen lassen und bei blauem Himmel und Sonne die Skyline auf uns zukommen sehen.

Auckland empfängt uns mit seinem reizenden Hafen und ein Bummel durch die Hauptstraße, die Queenstreet, zeigt uns, das es eine tolle Stadt zum shoppen und essen gehen ist. Wir streben nach Höherem, nämlich dem Sky–Tower, in dem man mit einem Fahrstuhl auf eine Plattform fahren kann, die eine sensationellen Rundblick über die Stadt und das Meer bietet. 

Wir lassen uns treiben, gehen gemütlich was essen und besuchen noch den Albert-Park, dann ist es auch schon wieder Zeit für die Fähre zurück.
Wir stellen fest, dass wir ziemlich erschöpft sind (Flug und Zeitumstellung fordern ihren Tribut) und planen spontan einen weiteren Tag als Pausentag ein, an dem wir morgens einkaufen gehen und nachmittags unsere erste Wäsche in die Maschine tun. Es fing an zu regnen, es regnete und regnete, bald schüttete es wie aus Eimern und nachts stürmte und schüttete es um die Wette. Wir schliefen trotzdem wie die Murmeltiere und als wir am Morgen aufstanden und die Gardine zur Seite schoben wischten wir uns erstmal unseren Schlaf aus den Augen. Hatten wir einen Platz direkt am Wasser? Vor uns lag ein weiter See, die Leute, die in den dort feststehenden Wohnwagen wohnten mussten durch knöcheltiefes Wasser waten.

Wir erfuhren, dass Neuseeland im Norden vom Rande eines Zyklons überquert wurde, der heftige Schäden anrichtete. Noch berührte uns das wenig und wir packten alles zusammen, um uns auf unsere große Tour zu machen. Sie beginnt mit der Fahrt an den nördlichsten Punkt Neuseelands, Cape Reinga.
Gleich am Anfang bemerkt  – dass die Neuseeländer auf der falschen Seite fahren, das ist ja eh schon doof, Und dass man in den hiesigen Fahrzeugen auf der rechten Seite sitzt, gefällt uns ja auch nicht besonders. Aber dass wir dann auch noch mit der linken Hand schalten müssen – das finden wir gemein! Es kostet anfangs so viel Konzentration, nicht nur links zu fahren, das machte uns auch in England schon überhaupt kein Problem, sondern alles umgekehrt zu tun, dass wir uns gegenseitig immer wieder aufmerksam machen: fahr links, fahr nicht zu weit links, Du bist gerade auf der Überholspur, u.s.w.. Wir hatten viel Spaß, und mittlerweile klappt das ganz prima.

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