Porto – Stadt am Douro und UNESCO-Weltkulturerbe

Liebe Blogfreunde,

für die Leser, die neu hinzugekommen sind, aber auch für die „alten Hasen“ möchten wir so zwischendurch mal erwähnen, dass wir diese Reise nicht so intensiv beschreiben, wie das sonst der Fall ist. Es ist für uns eine, sagen wir, entspannte Wiederholungsreise, innerhalb derer wir einfach immer wieder Urlaub machen. 😉  Wir waren an vielen Orten bereits ein oder zwei Mal, wählen ganz gezielt für uns die positiv in Erinnerung gebliebenen oder den ein oder anderen neuen Ort rechts und links des Weges. Und genießen mehr das dasein als das entdecken. Dennoch lohnt sich eure Begleitung ganz bestimmt schon wegen der wundervollen fotografischen Eindrücke unseres coolen Lieblingsfotografen, oder? 😎

Aber nun zu Porto, zuerst mal ganz profan beschrieben, ist es die wichtigste Industrie- und Handelsstadt Portugals mit Textil-, Lederwaren-, Metall-, Genussmittel-Industrie (!), dem Überseehafen Porto de Leixões und internationalem Flughafen. Das historische Zentrum von Porto am Nordufer des Douro ist seit 1996 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen. Bekannt ist die Stadt natürlich für Ihren stärksten Exportartikel, den Portwein. Soweit, so gut. Als wir zum ersten Mal hier waren war Porto für uns vom Eindruck her noch eine etwas düstere Hafenstadt, in der wir eher Piraten als Geschäftsleute erwarteten. 😉

Inzwischen hat sie sich enorm gemausert und zu einer lebhaften, kulturell lebendigen Stadt entwickelt. Museen, Theater, Universität … 

Leider ist die Renovierung der Häuser in der Altstadt finanziell für die wenigsten zu stemmen, sodass viele Häuser verfallen oder nur noch im Untergeschoss geschäftsmäßig genutzt werden. So schade, aber aufgrund der Enge und Steile gut nachvollziehbar. Es bleibt spannend, wie die Stadt das auf Dauer gestalten wird.

Aber von vorne. Wir finden etwas außerhalb von Porto, in dem Stadtteil Vila Nova de Gaia am gegenüberliegenden Ufer des Douro, einen Campingplatz. Von dort aus können wir über einen traumhaften  Küstenfahrradweg, der rechts und links des Weges allen möglichen sportlichen Aktivitäten Platz bietet, mit dem Fahrrad (mit nur einem kleinen Stück ‚Carretera’) zur berühmten Brücke „Ponte Luiz I“ fahren, dort das Rad abstellen und die historische Altstadt zu Fuß erkunden. Wer schon in Porto war und weder Gondel noch Fahrstuhl benutzt hat um in die Altstadt zu kommen weiß, was das heißt: schwitzen. Steil die Treppen hinauf und dann nur noch auf und ab. 

Nachdem wir uns die oben zu sehende Plaza da Liberdade angeschaut haben, ging’s zum Bahnhof. Ja, wie in vielen großen Städten hat auch Porto einen sehenswerten Bahnhof, sehr individuell und besonders durch die auch in der Kathedrale zu bewundernden berühmten Fliesen.

Jetzt müssen wir uns erstmal kurz stärken! Wir haben Glück und wählen zufällig ein wirklich gutes  (unser Enkelsöhnchen würde hier wohl sagen ‚sehr schmackhaftes‘) Restaurant mit Tischen im Freien, so dass wir die vielen Menschen, die sich durch die Gassen schlängeln, beobachten können. Nichts Schöneres als das. 😉

Weiter gehts durch herrlich enge Gassen mit vielen Geschäften und Restaurants, die im Innenraum teilweise so schmal sind, dass es nur Zweier-Tische gibt. So witzig!

Zu den Geschäften noch kurz am Rande: wie überall in Portugal und auch Spanien schließen die Geschäfte am Mittag/Nachmittag für ein paar Stunden, egal ob in großen oder kleinen, mehr oder weniger touristisch geprägten Städten. Da wird eben gegessen! Ist das nicht eine menschenfreundliche Lebenseinstellung? Vielleicht sollten wir uns da ein wenig abschauen.

Nun sind wir an der Kathedrale angekommen, die hoch oben auf einem Hügel in der Altstadt unter dem azurblauen Himmel thront. Sie ist die Hauptkirche der Stadt Porto und die Bischofskirche des Bistums Porto in Portugal, wie wir gelesen haben. Die Besichtigung ist etwas ganz besonderes, denn die berühmten blau-weißen Azulejos (Fliesen) bestimmen auch hier das Bild. Das Hauptportal:

Über diesem Text das Foto ist übrigens die Nordfassade mit der Loggia. Und nachstehend im Inneren, das wir uns zum Schluss angeschaut haben, der Blick auf den Altar … Gold wohin das Auge reicht.

Nun laufen wir gemütlich zurück durch die Altstadtgassen in Richtung Ponte Luiz I.. Der Kai hat sich gefüllt mit Menschen und vielen Künstlern, die für buntes Treiben sorgen. Auf der Brücke haben sich ein paar junge Leute gesammelt, die sich mutig in die Fluten des Douro stürzen und für viel Spektakel sorgen.

Wir laufen nun auf die gegenüberliegende Seite wo unsere Fahrräder stehen und – viel wichtiger – die vielen Portwein-Händler sind. Natürlich muss das ein oder andere Fläschchen noch in den Fahrradkorb wandern.

Nach einem ausgiebigen Stadt-Tag radeln wir zurück, um im Wohnmobil noch etwas zu knabbern bevor die Sonnenfinsternis ruft. Wir haben es mit dem Fahrrad nicht weit zum Meeres-Strand, an dem wir das Schauspiel mit vielen anderen erleben durften. Leider bekamen wir in ganz Porto keine entsprechende Brille mehr und auch war es sehr diesig am Horizont, sodass nur das Erleben der Atmosphäre blieb. Die war absolut besonders.

Fotos Sonnenfinsternis

Zufrieden radeln wir zurück und schauen im Dunkeln noch nach ein paar Sternschnuppen – leider ohne Erfolg. Aber wir haben ja schon das Glück, diese Reise machen zu können, mehr braucht es nicht. 

Nun sagen wir Tchau (Tschüss auf portugiesisch :)) aus Portugal und begrüßen uns demnächst in Spanien wieder,

eure Weltenbummler Barbara & Paul

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