Und noch’n Berg – das Matterhorn!

Und wieder mal ein herzliches Gruezi, ihr Lieben!

Nach einer traumhaften Fahrt über den Grimselpass kamen wir gut in Täsch vor Zermatt am Matterhorn an. Hier ein paar Eindrücke der Fahrt:

Die Fahrt durch die Aareschlucht
Der Grimselpass – ein beliebtes Bikerziel
Ohne Worte
Und runter gehts …

Unterwegs machten wir einen kurzen Halt in einem typischen Dorf des Wallis, mit den berühmten Walliser oder auch Walser Häusern. Hier schließt sich der Kreis, ihr erinnert euch? Wir fanden im Lauterbrunnental bei unserer Wanderung Reste der Walsersiedlungen aus dem 14. Jahrhundert. Und hier nun begegnen uns diese typischen Häuser, die aus Lärchenholz gefertigt und von der Sonne mit der Zeit schwarz gefärbt wurden. Zu diesen Häusern gehören auch Speicherhäuser mit den sogenannten ‘Mäuseplatten’, waagrechte Steinplatten, die Mäuse und Ratten am Eindringen hinderten.

“Die Mäuseplatten”
Das Haus eines Künstlers …

Heute früh dann haben wir vor der Abreise auf unserem Campingplatz in Täsch gefrühstückt – mit Blick auf das schneebedeckte ‘Breithorn’! Ist das nicht herrlich??? Sozusagen ‚Frühstück bei Täsch‘, für uns Naturliebhaber fast aufregender als ‚Frühstück bei Tiffany‘s‘. 🙂

Aber von vorn – und kurz zur Erklärung: mit dem Auto kommt man nur bis nach Täsch, denn Zermatt ist für Touristen ausschließlich mit der Bahn erreichbar. Autofrei – das hört sich zwar super romantisch an, aber aufgrund der vielen Menschen, die morgens zu den entsprechenden Seilbahnen strömen und den notwendigen kleinen Elektro-Taxis und -Transportwagen, denen man ständig aus dem Weg gehen muss, war es trotz des optisch ausgesprochen fantastischen Ortskern Tourismus pur.

Zermatt
Der Blick aufs Matterhorn von Zermatt aus

Nicht ganz so unser Ding, deshalb, kein weiteres Foto, gleich auf‘n Berg! 🙂 Und wir haben zum Abschluss nochmal zufällig eine richtig anstrengende Tour gemacht.  

Diesmal habe ICH uns eine, vom Tourismusverband als mittelschwere panoramareiche Wandertour beschriebene, Tour ausgesucht: der 5-Seenweg. Meist ist Paul der, der die Touren plant und die sind dann meist sehr anspruchsvoll. So dachte ich, heute übernehme ich das mal. 

Paul ist einverstanden, aber wir ergänzen diese noch um den Abstieg vom höchsten Punkt, den man mit der Bergbahn erreichen kann, dem Rothorn (3103m), von dem aus man dann auf den beschriebenen Weg stößt. Nun ja, bis dahin ganz in meinem Sinne.

Von hier aus gehts erstmal nur steil bergab mit Blick auf den Findelgletscher …

Findelgletscher

Von weitem konnten wir den Gletscher sehen und den früheren Verlauf, der tief eingegraben ist. Plötzlich entdeckten wir, dass man vom normalen Weg abweichen und stattdessen auf der Kante dieses früheren Gletscher-Verlaufes gehen kann. Wir konnten einige Wanderer ausmachen und entschieden, das auch zu tun. Nun ja, was soll ich sagen, das war keine so gute Entscheidung und so wurde wiederum eine echte ‚Paul-Tour’ draus, denn teilweise war der Weg seitlich abgebrochen, der 200 Meter steil bergab in die Tiefe stürzte. Es bildeten sich bergseitige Trampelpfade als Umwege, die meiner Meinung nach auch nicht viel besser waren. Was hätte ich geschimpft, wenn ich diese Tour nicht selbst ausgesucht hätte … 😉 

Als wir wieder auf dem Wanderweg ankamen waren wir ziemlich erleichtert – und auch ziemlich kaputt. Die Anspannung dieses steilen Weges, den man ab einem bestimmten Punkt auch nicht mehr zurück laufen möchte, fiel nur langsam von uns ab. Aber jetzt konnten wir die Ruhe der Berge, die Ausblicke auf Gletscher und Matterhorn und die verschiedenen Bergseen nicht zu vergessen, wieder genießen.

Zur Abwechslung präsentieren wir euch zwischendurch mal ein paar Fotos der wunderschönen Bergvegetation:

Insgesamt ergab unsere Wanderung (mit freundlichem Gruß an Oberschenkel und Knie) ca. 1000 Höhenmeter bergab und knappe 200m bergauf.

Somit kamen wir erschöpfter und später unten an, als erwartet. Aber richtig zufrieden, samt einem saftigen Stück Apfelkuchen zum Schluss, mit diesem ganz besonderen und vor allem wiederum sonnigen Wandertag. 

Heute entschieden wir beim Geschirr spülen nach dem Frühstück, auf dem Weg über den Forka- und den Gotthard-Pass irgendwo frei zu übernachten. Somit mussten wir noch einen Mittagspausen-Snack einkaufen, von dem wir euch nur mal beispielhaft und ausnahmsweise den Preis dazu nennen wollen. Wir haben ein Bauernbrot (allerdings 1kg) für 8 Euro gekauft, ein Stück Bergkäse (6 Euro) und am Straßenrand noch ein Kilo Walliser Aprikosen für sage und schreibe 9,50 Euro mitgenommen. Danach war uns schwindelig – ähnlich wie nach dem Kauf der Bergbahnkarten, die wir für die Fahrten aufs Jungfraujoch und zur Bergstation des Matterhornes gebraucht haben. Von dem Gesamtpreis haben wir uns früher einen ganzen Urlaub finanziert. 🙂

Nichtsdestotrotz genießen wir die Zeit und hoffen, dass ihr das auch tut. Bleibt alle gesund und guter Dinge!

Es grüßen herzlich eure Weltenbummler

Barbara und Paul

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2 Antworten zu Und noch’n Berg – das Matterhorn!

  1. Helmut Baur sagt:

    1994 war unsere Hochzeitsreise nach Zermatt, denn Gabi wollte das Matterhorn sehen. Und wir hatten auch richtig Glück mit dem Hotel “Julen”, denn vom Bett aus sahen wir das “Hörnchen”. Herrlich. Und unsere Skier hatten wir auch dabei und sind im Juni auf dem Gletscher Ski gelaufen. Auf einer Berghütte haben wir unseren Hunger gestillt. Ich mit Spagetti Bolognese für 15 Franken (1994!!) und an der Kasse wollte ich noch Parmesankäse dazu. Bekam ich auch – für nochmals 1 Franken für den glatt gestrichenen Löffel Käse. Habe gefragt, ob sie sich nicht schämen. Keine Antwort.
    Wenn ihr zum Genfer See kommt, dann besucht das Wasserschloss von Chillon in der Nähe von Montreux und Vevey. Wirklich sehenswert.

  2. Renate Kirchgäßner sagt:

    Halle Ihr Weltenbummler,
    und wieder eine sehenswerdende, aber für uns nicht nachahmente Tour. Die Walser-Häuser sind für diese Zeit schon sehr überlegt gebaut, wie die Mäuseplatte.
    Ja so manche, erst nicht geplante Wege, sind dann doch nicht so gut!!!!!
    Aber der wundervolle Ausblick macht alles wieder wett.
    Die Bergvegetation ist ja Phantastisch, würde sich auch gut machen auf Euerer Terrasse, würde es auch pflegen. Doch leider ist das Klima hier nicht ideal.
    mit freudiger Erwartung auf den nächsten Bericht grüßen Re & Ru

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