Die goldene Stadt Jaisalmer und Bilder wie aus 1001 Nacht

Heute freuen wir uns schon auf unser Ziel Jaisalmer. Was wir hierüber gelesen haben steigert unsere Erwartung unglaublich, denn dort gibt es einen goldenen Sandstein, aus dem alle Gebäude samt der prächtigen Festung, die sich aus der Wüste Thar erhebt, gebaut sind.

Unterwegs sahen wir mal wieder einen perfekt geladenen Tierfutter-Transporter …

Auf dem Weg dorthin macht Anil, unser Fahrer, einen kleinen Abstecher an eine See, an dem sich über die Wintermonate tausende von Kranichen versammeln – und tatsächlich eröffnet sich vor uns ein unglaubliches Bild, wenn man aus der Öde der Wüste plötzlich vor diesem See mit den majestätischen Vögeln steht.

Kurz nach der Weiterfahrt sehen wir die erste Kamelherde, die sich zum Ausruhen am Wegesrand aufhält. Beeindruckende Bilder für uns Europäer.

In Jaisalmer angekommen erhaschen wir den ersten Blick auf die beeindruckende Festung – und entschließen uns, erstmal eine Kleinigkeit zu essen. Anil empfiehlt uns eine Mittagspause auf der Dachterrasse eines Restaurants mit Blick über die ‚goldene Stadt‘, in der früher die Karawanen eine Zwischenstopp auf ihrer Reise in Richtung Orient machten.

Die meisten Hotels sind eher einfacher Natur, aber hier in Jaisalmer war die Anlage sehr schön in diese ganz besondere Landschaft integriert und wir hatten einen gigantischen Ausblick auf die Festungsanlage.

Da unser Guide, der uns zur Festung begleiten wird, erst am nächsten Tag kommt, bot uns Anil an, uns am späten Nachmittag zu einem wunderschönen ‚Sunsetpoint‘ zu fahren, nämlich zur heiligen Stätte „Vyas Chhatri“. Seht selbst: welch ein majestätischer Platz!

Wir hatten auch noch das Glück ein Brautpaar, das an diesem magischen Ort Hochzeitsfotos gemacht hat, zu erleben. Paul hat sich in gewohnter Art ganz frech zu dem offiziellen Fotografen hinzugesellt

Die Fstung bei Nacht, dieses Foto musste noch sein! 😉

Die Führung durch die Anlage des Forts am nächsten Tag war so beeindruckend! Alleine der Jain-Tempel ist den Besuch wert. Wir bewundern die feingliedrigen Steinmetzarbeiten und Paul findet wiederum kein Ende mit dem fotografieren. 😉

Wir schlendern durch die Gassen und genießen diesen Platz auf Erden in vollen Zügen.

Nachdem unser Guide, der selbst Sänger ist, von unserer musikalischen Familie erfuhr, wollte er uns unbedingt noch ein Geschäft zeigen, in dem im Hinterzimmer ganz besondere Instrumente verkauft wurden. Wir kamen aus dem Staunen nicht raus.

Zwischendurch eine kleine Story über den Eindruck, den Paul mit seinen grauen Locken überall hinterlässt. Immer wieder wird er von jungen Männern um Selfies gebeten. Diesen hier konnte ich schnell im Bild für euch festhalten:

Dazu muss ich gleich noch eine Story erzählen, die eigentlich erst in Jodpur passiert ist, passt aber gerade. Als wir am Abend im Restaurant essen wollten kam uns strahlend einer der Ober entgegen und hieß uns auf das herzlichste willkommen und es sei ihm eine große Ehre, Mr. Einstein bedienen zu dürfen und würde ihm vor lauter Freude 10% Rabatt aufs Essen geben. Es habe sich bereits im Laufe des Tages im ganzen Hotel rumgesprochen, dass Mr. Einstein eingecheckt hätte. Wir haben uns köstlich amüsiert und waren der absolute Mittelpunkt. Ein Koch nach dem anderen kam unter irgendeinem Vorwand aus der Küche um ‚Mr. Einstein‘ bestaunen zu können.

Aber weiter in der Reihenfolge unserer Reise, denn von Jaisalmer aus wurden wir direkt in die Wüste geschickt. 😉 Es erwartete uns ein Aufenthalt in einer kleinen Zeltstadt und, natürlich, ein Ritt auf dem Kamel zum Sonnnenuntergang auf der Düne.

Die Zelte waren sehr interessant! Mit Bad und Bett ausgestattet hatten wir einen „luxuriösen“ Aufenthalt. Den Schmutz und Staub sieht man auf den Fotos ja nie … 😉

Der Ritt auf dem Kamel war ein großer Spaß – für mich, denn Paul hat’s „alles“ 🙂 eingezwängt und er war froh, als wir an der Düne waren. Die absolut idyllisch mitten in einem riesigen Windpark liegt. 🙂 🙂

Und die Sonne hat auch nicht so recht mitgespielt, denn kurz bevor sie unterzugehen drohte, war sie auch schon hinter Wolken verschwunden. Egal. Es war natürlich was Besonderes.

Zurück im Camp wurden wir von einer Musik- und Tanzgruppe begrüßt, die auch noch den ganzen Abend aufgespielt hat. Es kam noch eine Gruppe Inder in die Zeltstadt, die fleißig mittanzten und so war es für uns ein überraschender und unerwarteter traditioneller Abend. Gegen halb zehn wurden wir ins Restaurant geholt, um in der Einfachheit der Anlage ein Menü zu geniessen, wie wir es in den wenigsten Hotels oder Restaurants bislang hatten. Auch hier waren wir die Exoten und wurden fürstlich bedient – waren aber ganz sicher auch hier Gegenstand einiger amüsanter Kommentare …

Auf jeden Fall war diese Wüstenübernachtung in ihrer ganzen Einfachheit ein echtes Highlight für uns.

Und so verabschieden wir uns fürs erste und möchten euch im nächsten Abschnitt mal unsere Corona-Krisensituation hier vor Ort schildern, die sich unerwartet heftig zugespitzt hat.

Lasst euch ein wenig von unseren Eindrücken verzaubern, bleibt gesund, es grüßen euch herzlich eure Weltenbummler

Barbara & Paul

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