Die Tour de France zwar knapp verpasst, aber außergewöhnliche Gebirgswelt genossen

Liebe Weltenbummler-Verfolger,

wie im letzten Bericht beschrieben, fuhren wir noch von Espot nach Vielha, über den Pass Puerto de la Bonaigua (2072m) wo wir eine Nacht auf einem Stellplatz übernachteten.Hier trafen wir auch auf die ersten Pferde – es sollten noch viele mehr werden.

00.Von Espot nach Vielha in Spanien IMG_0622 (31) 00.Von Espot nach Vielha in Spanien IMG_0622 (32) 00.Von Espot nach Vielha in Spanien IMG_0622 (33) 00.Von Espot nach Vielha in Spanien IMG_0622 (34)Am nächsten Tag erwarteten uns eine 3-Pässe-Tour von Vielha aus, wo wir uns übrigens wieder von Spanien nach Frankreich bewegen. Die ständigen Grenzüberwindungen sind auch ein ganz spezieller Punkt dieser Reise. Wir fahren über Bagneres-du-Luchon nach Gavarnie, unserem heutigen Ziel, ebenfalls einem herausragenden Ort mit vielen Möglichkeiten zum Wandern. Aber von vorne.

Gegen Mittag, wir haben Bagneres-du-Luchon gerade verlassen, entscheiden wir uns, bald Mittag zu machen, da uns diese Gegend auch besonders reizvoll erschien und die Pause dann umso erholsamer wird.

1..Am Col de Peyresoùrde, warten auf Tour de France IMG_0644 (13)Jedoch, obwohl wir die ganze Tour nur wenige Wohnmobile gesehen hatten, war jedes noch so kleine Plätzchen plötzlich bereits von Wohnmobilen besetzt, die Tische und Stühle eng an der Straße platziert. Komisch. Nun, zugegeben, es dauerte, aber nur kurz, und dann realisierten wir, dass hier die Tour de France vorbei kommen muss. Als wir fast am Col de Peyresóurde (1569m) waren, wurde die Partystimmung immer deutlicher und wir fragten nach, wann die Super-Jungs hier vorbeikommen, da wir schon zu Hause daran dachten, wenn es zeitlich passt, irgendwo eine Bergetappe anzuschauen. Aber da sie erst in zwei Tagen vorbeikommen entscheiden wir uns dagegen, das wäre uns dann doch zu viel Zeitverlust. Die echten Fans reisen offensichtlich bereits viele Tage vorher an und schwenken bereits ihre Fahnen. Alle Plätze sind belegt. Kleine und große Gruppen, mit Fahnen und Schildern bestückt, der Grill angeworfen und Bier und Wein in Massen. Wir genossen die Atmosphäre und es gab genug „Fast-Profis“, die uns die Strecke vorfuhren.
1..Am Col de Peyresoùrde, warten auf Tour de France IMG_0644 (3) 1..Am Col de Peyresoùrde, warten auf Tour de France IMG_0644 (8) 1..Am Col de Peyresoùrde, warten auf Tour de France IMG_0644 (9) 1..Am Col de Peyresoùrde, warten auf Tour de France IMG_0644 (11) 1..Am Col de Peyresoùrde, warten auf Tour de France IMG_0644 (19)

An dieser Stelle geht ein Gruß an Monika R., an die wir hier besonders denken. Liebe Monika, solltet ihr vorhaben, eine Pyrenäen-Tour mit dem Fahrrad zu machen, wir haben einige tolle Pass-Routen für euch, es muss nicht unbedingt die Tour de France-Etappe sein…

Unser Ziel Gavarnie, einem von Dreitausendern umgebenen Talkessel, vor Augen, fuhren wir vom Col de vergnügt weiter zum Col d’Aspin (1489) …

2..Am Col dÀspin IMG_0645 (2)Dann über den Col Tourmalet (2115m) …

3..Am Col Du Tourmalet 2115 Meter hoch IMG_0657 (1) 3..Am Col Du Tourmalet 2115 Meter hoch IMG_0657 (2) 3..Am Col Du Tourmalet 2115 Meter hoch IMG_0657 (7)… ins Wanderparadies Gavarnie.

Am nächsten Morgen packten wir die Ausrüstung für den Tag und informierten uns über die Touren. Wir entschieden uns für die Wanderung zum längsten Wasserfall Europas, dem Grande Cascade auf 1789m (420m hoch), und dann über einen hochalpinen Weg zurück zum Ausgangspunkt. Es sollte eine perfekte Entscheidung sein.
Auf dem Weg zum Wasserfall entdeckten wir auch noch einen idyllisch gelegenen Campingplatz, auf dem wir spontan für den Abend buchten (die vergangene Nacht standen wir einfach auf dem Parkplatz). Dieses Fleckchen Erde mit Blick auf die Berge – und sogar einem Stück des Wasserfalls – und das bei strahlendem Sonnenschein. Perfekt!

4..In Gavarnie 11.07.17 IMG_0674 (12) 4..In Gavarnie 12.07.17 IMG_0676Die Wanderung war einfach nur herrlich! Gutes Wetter, gute Aussicht und gute Laune. Der Weg wurde immer alpiner, je höher wir kamen und kurz vor dem Wasserfall entdeckten wir auch noch Schneefelder.
5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (3) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (9) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (11) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (21) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (26)

5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (38) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (50) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (53) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (61) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (70)Der Rückweg gestaltete sich ein wenig schwieriger, war ja auch als „diffusil“ beschrieben. Man musste schon trittsicher sein. Der Weg steil bergauf und schmal, über Steine, unter überhängenden Felsen durch, an steilen, ungesicherten Abhängen entlang, über Gebirgsbäche und zum Schluss kurz, dafür steil bergab. Und die Natur!!! Herrlich. So sind es eben auch wieder viele Fotos geworden.
5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (72) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (73) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (76) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (80) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (86) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (90) 5.. Tour bis Grande Cascade 1789 m u.Chemin des Espugues IMG_0790 (102)Am Abend genossen wir nicht nur unseren wunderschönen Campingplatz am Fuße dieser größten Ansammlung Dreitausender in den Pyrenäen, sondern auch das eine oder andere Gläschen Wein. So schliefen wir trotz tosendem, parallel fließendem Gebirgsfluss, recht gut.
6.. Campingplatz in Gavarnie 12.07.17 IMG_0804 (2) 6.Blick vom CP zur Cascade 21.27Uhr IMG_0805
Am nächsten Morgen wiederum machen wir uns schon wieder auf den Weg – die nächsten 3 Pässe erwarten uns! Langsam müssen wir mal anfangen, die Pässe zu zählen.

Bis dahin grüßen euch eure ausgesprochen zufriedenen Weltenbummler

Barbara & Paul

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2 Kommentare zu Die Tour de France zwar knapp verpasst, aber außergewöhnliche Gebirgswelt genossen

  1. Gabriele Fuchs sagt:

    Gerne verfolge ich wieder eure Tour, so steil sie auch sein mag! 😉
    Möge euch das Glück weiterhin hold sein bei schönen Plätzchen und wetterfeinen Tagen, bleibt trittsicher und genießt eure Natur- und Kulturerlebnisse – mit herzlichen Grüßen
    Gabriela

  2. Véro sagt:

    Wow! Gavarnie, Tour de France Stimmung, Wasserfälle und „névés“…alles fantastisch!
    Super Bericht und ganz tolle Fotos! Man hat das Gefühl, man ist mit Euch dort!
    Vielen Dank dafür und bonne continuation! 😉

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