Es ist soweit, die Pinguine kommen!

Freude und Betroffenheit liegen so oft so nah beieinander – und lassen einander trotzdem genug Raum.
Nach diesen tollen Erlebnissen in den Catlands haben wir, wie wir es euch schon erzählt hatten, zufällig von Touristen erfahren, dass dieses schwere Erdbeben in Christchurch war. Es war schon später Nachmittag und wir hatten auch hier noch keinen Handy-Empfang. Wir gingen kurz einen Cappuccino trinken und beratschlagten, was wir jetzt tun sollten. Wir entschieden daraufhin in die nächst größere Stadt zu fahren, damit wir erstmal zu Hause anrufen können und Bescheid geben, dass es uns gut geht. Wir hören von Alexander, was in deutschen Nachrichten schon alles veröffentlicht wurde und kaufen uns noch eine Zeitung. Furchtbare Bilder erwarten uns und wir leiden mit den Menschen in Christchurch mit, die gerade das vor einem halben Jahr erfolgte Erdbeben verwunden hatten. Wir planen nun erstmal einen Aufenthalt von zwei bis drei Tagen in einiger Entfernung von Christchurch und so fahren wir noch bis zum Abend auf einen Campingplatz in der Nähe von Dunedin, in Brighton. Wir wissen uebrigens noch nichts von den drei Maedchen, werden aber informieren, wenn wir etwas in Erfahrung bringen koennen.

Am nächsten Tag fahren wir auf die Otago-Peninsula, auf einer abenteuerlichen Straße direkt an einer Bucht auf Meereshöhe entlang, bis hinaus an die Spitze, um uns die Albatrosse anzuschauen. Die Führung, die dort angeboten wird, ist interessant. Wir sehen die Vögel auch live in nächster Nähe, aber leider nur die Mütter auf ihren Küken. Keiner fliegt, noch schlimmer: keiner landet! Na, so werden wir nie erfahren, ob auch die echten Albatrosse Schwierigkeiten beim Landen haben.

 

Gleich anschließend besuchen wir das hiesige Pinguinreservat, das vom allüberwachenden und allorganisierenden DOC New Zealand, dem Department of Conservation, unterstützt wird. Selbst Prinz Charles war schon hier und hat Auszeichnungen verliehen! Und nun kommen wir!
Die Führung dauert 90 Minuten. Eine Rangerin fährt mit uns hinaus an eine Bucht, die komplett für Menschen gesperrt wurde und in der versucht wird, diese hier speziell lebenden Gelbaugen-Pinguine wieder zu vermehren. Sie heißen so, weil sie eine gelbe Iris und gelbe Streifen am Kopf haben.

Es werden tausende von Bäumen gepflanzt, da diese Pinguine den Schutz zum Nisten und Brüten brauchen und es wird ihnen Unterschlupf gebaut.

Auch werden die Pinguine, deren Eltern nicht mehr zurückkommen oder diejenigen, die in der Station abgegeben werden, weil sie am Strand halb verhungert gefunden wurden, gefüttert und wieder aufgepäppelt. Übrigens sind diese die einzigen Pinguine, die an Land leben und nur zum Fischen ins Meer gehen. Hierbei schwimmen sie zwischen 5 und 25km ins offene Meer hinaus und fangen Sardinen und Dorsche, manchmal auch Tintenfische.  Sie können bis zu 123m tief tauchen. Alle anderen achtzehn Pinguin-Arten leben im Meer und gehen nur zum Brüten an Land. Auch ist es die einzige Art, die sich nicht an den Menschen anschließt.

An der Bucht angekommen führt ein schmaler Fußweg durch das Gebiet der Vögel, auf dem man ihnen sehr nah kommen darf, man muss nur ganz leise sein. Gleich zu Beginn versperrten uns zwei wunderschöne Exemplare den Weg und beratschlagten wohl lange darüber, ob sie uns durchlassen sollen. Sie entschieden sich dagegen und so mussten wir einen Umweg machen.

Außerdem wurde ein “Schützengraben” gebaut, durch den man getarnt läuft und so die Tiere schön beobachten und fotografieren kann. Mit den entsprechenden Informationen rund um die Gelbaugen-Pinguine kommen wir zufrieden über das Erlebte am Wohnmobil an und fahren noch ein paar Kilometer weiter zu einem wunderschönen, auf mehreren Ebenen angelegten Campingplatz. Dort machen wir erstmal einen Tag Pause, um all das Erlebte zu Papier, nein, natürlich zu Computer zu bringen.

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3 Kommentare zu Es ist soweit, die Pinguine kommen!

  1. Julia sagt:

    Wo-wo-wo ist mein Pinguin????? Ist er rechts oder links??? Oder sind es BEIDE???? Ich freue mich!!!

  2. Ralf Göck sagt:

    Liebe Barbara, lieber Paul, das ist schön, daß auch andere Länder inzwischen Naturschutz betreiben … Gruß und weiterhin gute Reise Euer Ralf Göck

  3. Renate Kirchgäßner sagt:

    Hallo Barbara und Paul,

    was lange währt……. schön , daß ihr doch noch Pinguine sehen konntet,“tolle Fotos“. Auch die beiden anderen Berichte vermittelten, ihr habt eine schöne und erlebnisreiche Landschaft gesehen und bewundert.

    Ich wünsche euch weiterhin eine Abwechslungsreiche Reise Renate

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