New Delhi – der Beginn unserer Rajasthan-Tour

Hallo liebe Familie, Freunde und Blogfreunde,

schon ist es soweit! Wir sind nach einem wunderschönen, erstaunlich kurzweiligen Flug am 11. März um 01.15h in Delhi angekommen. Bereits im Flugzeug und am Flughafen holte uns das Thema Corona ein. Wir mussten eine Gesundheitserklärung wegen des Virus ausfüllen und uns einer ‚Health Control‘ unterziehen. Warum ich das so genau schreibe hat gute Gründe: am 11. März wurde nämlich von der indischen Regierung beschlossen, keine deutschen Touristen mehr ins Land zu lassen. Alle erteilten Visa wurden für ungültig erklärt. Das erfuhren wir hautnah, als wir uns am Morgen mit unserem Guide in der Hotel-Lobby trafen und unsere mitreisende Dame treffen wollten. Es hieß zu diesem Zeitpunkt noch lapidar, sie kommt nicht, weil sie Probleme mit ihrem Visum hatte, am Abend war dann klar, um welche Probleme es sich handelte. Somit waren wir wohl annähernd die letzten Deutschen, die ins Land kamen – und wurden ganz besonders herzlich empfangen 😉

Somit starteten wir zu zweit mit unserem hervorragenden Fahrer (was sich nach Erleben des indischen Verkehrs als großes Glück erwies) und unserem ausgesprochen netten Guide Aron zur großen Delhi-Sightseeingtour. Zuerst fahren wir zu der größten Moschee ‚Jama Masjid‘. Hier ist Platz für 25.000 Gläubige.

Auf dem Weg in Richtung Markt genießen wir wiederum den Straßenverkehr Delhis, den man einfach erlebt haben muss. Es wird in alle Richtungen überholt, gehupt, anfangs versteht man den Plan dahinter nicht, aber schon nach kurzer Zeit könnten wir mithalten, okay, zumindest Paul, er ist nervenstärker.

Übrigens ist Delhi, die Hauptstadt Indiens, seit mindestens 3000 Jahren mehr oder weniger ununterbrochen besiedelt. Es gibt das „alte“ und das „neue“ Delhi. Letzteres wurde 1931 von britischen Architekten gestaltet und symmetrisch als Gartenstadt angelegt.

Den Markt durchqueren wir zu Beginn mit einem Tuk-Tuk, das einfach das beste Fortbewegungsmittel ist, dann machen wir uns noch zu Fuß auf den Weg.

Unglaublich, was hier alles an Waren angeboten wird. Aron sagte, es gibt alles. Und wir glauben ihm das aufs Wort. Die Waren gleicher Sorte werden immer nebeneinander angeboten. Also alle Schuhgeschäfte beieinander, alle Gewürz-Stände nebeneinander usw..

Dass wir den Markt von oben betrachten können, verdanken wir natürlich Aron. Er kennt die Schleichwege, die wir alleine nie gefunden hätten.

Soviel schauen macht hungrig und so gehen wir erst mal Dal essen. Das ist ein Linsengericht mit ganz verschiedenen Zutaten, je nach Geschmack, und Reis und Fladenbrot. Sehr köstlich. Das lieben wir schon seit wir es in Nepal kennengelernt haben.

Jetzt sind wir gestärkt für die Besichtigung des Grabmales von Mahatma Ghandi, Raj Ghat, an dem wir gleich zwei wichtige neue Erkenntnisse gewonnen haben. Zum einen ist Mahatma nicht der Vorname Ghandis sondern der Titel und zum anderen ist Indira Ghandi nicht verwandt mit ihm, sondern hatte nur zufällig den gleichen Namen.

Beim Verlassen des großzügig und grün angelegten Geländes werde ich als blonde, na gut, eher graue Exotin von zwei jungen Männern um ein Selfie gebeten – natürlich sage ich vor lauter Stolz nicht nein – und wir erinnern uns an unsere Selfie-Erlebnisse in Tadschikistan, wo uns das des Öfteren passierte.

Auf dem Weg durch die Rushhour Delhis kommen wir an den ellenlangen roten Mauern des riesigen ‚Roten Forts‘ vorbei und am berühmten ‚India Gate‘ an. Hier erfahren wir von Aron, dass ursprünglich Agra die Hauptstadt Indiens war, diese aber wegen Wasserproblemen neu in Delhi aufgebaut wurde. Nun sind wir noch gespannter auf Agra, das wir zum Schluss unserer Reise noch kennenlernen werden.

Wir suchen uns am touristisch sehr beliebten und entsprechend gut besuchten ‚Indian Gate‘, den Triumphbogen im Zentrum der Hauptstadt zu Ehren der Kriegsgefallenen, erstmal die schönsten Foto-Perspektiven – und so ganz nebenbei bekomme ich währenddessen von einer jungen Inderin ein Tattoo aus Henna auf meine Hand gemalt. Wie schön!


Nach einem gemeinsamen Abendessen mit Aron in einem Restaurant seiner Wahl (leider ziemlich touristisch, es wird wohl für Gruppen aus hygienischen und essenstechnischen Gründen ausgesucht ;)) fahren wir noch am Parlament vorbei, verabschieden uns und ein unglaublich interessanter erster Tag in Indien geht zu Ende.

Es grüßen herzlich

eure Weltenbummler Barbara & Paul



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Ein Kommentar zu New Delhi – der Beginn unserer Rajasthan-Tour

  1. Véro sagt:

    Liebe Barbara und Paul,
    ich habe am 11. März so an Euch gedacht, als ich in der Presse gelesen habe, dass in Indien keine deutsche Touristen mehr reingelassen werden. Um so mehr hat es mich gefreut, zu erfahren, dass es für Euch geklappt hat. Danke für Euren 1. Bericht! Freue mich riesig auf die nächsten Entdeckungen!
    Genießt die Zeit,
    Liebe grüße
    Véro

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