Hei, hei, ihr Blogfreunde,
wir sind heute schon kurz vor Oslo – und haben genau das Wetter erwischt, das so freundlich im Reiseführer angekündigt wird mit: „Man sieht in Oslo häufig die Sonne, am meisten zwischen zwei Regenschauern“ …
Na dann wollen wir doch zuerst mal das Rätsel aufklären. Wir haben uns riesig über die rege Beteiligung gefreut – und auch die vielen Antwortmöglichkeiten.
Es waren lustige Sachen dabei, meistens stimmte die „Hälfte“. Respekt vor eurem Wissen, denn dass es sich bei Samen um die Ureinwohner Lapplands handelt, wussten schon mal alle. Dass aber Waldsamen und Gebirgssamen beides Stämme der Ureinwohner sind, wurde nur einmal richtig beantwortet, von unserem Google-Spezialisten Gerrit. Er schlug wohl bei Herrn Google nach und hat die, selbst für uns ganz wissenschaftliche, Erklärung geliefert:
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Für diese perfekte Erklärung darfst du dir gerne eines unserer Reise-Taschenbücher aussuchen. Du findest die gesammelten Werke unter dem gleichnamigen Button unserer Homepage. Gib uns einfach Bescheid.
Wie gesagt wird auch die kreativste Antwort belohnt – und die kam von Alexander:
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Nun, dann kommen wir jetzt wieder zu unserer Reise, nicht ohne zu versprechen, dass wir in einem der letzten Berichte nochmals ein kleines Rätsel haben werden, denn Paul hat heute ein Foto gemacht, das danach schreit, ein Rätsel zu werden …
Wir kamen also nach Bergen. Wie alles hat auch die Stadt sich in den letzten neun Jahren, seit unserem letzten Besuch, verändert, aber die Altstadt ist natürlich immer noch die Gleiche!
Bei einem Bummel über den Markt wurde uns nicht nur Fisch in allen Variationen angeboten, sondern auch Wurst: Spezialität Elchwurst, Rentierwurst und, man höre und staune, Walwurst. Elch- und Walwurst schmeckten ein wenig, wie soll ich sagen, intensiv, die Rentierwurst ist fein.
Den moderneren Teil von Bergen haben wir nur „gestreift“, aber dennoch für euch ein Foto – ja, ihr bekommt ein Foto!
Oftmals sehen wir bei unserer Fahrt durch die Fjorde Fischzucht-Stationen. Und hier wollen wir euch mal zwei Fotos davon zeigen – und dann gleich mal, was wir, beispielsweise, aus dem Ergebnis machen.
Die vielen weiteren Wasserfälle, die uns auf diesen Fahrten begegnen, möchten wir euch, obwohl immer wieder beeindruckend, ersparen, nicht dass Langeweile aufkommt! Na gut, bis auf Einen! Da müsst ihr nochmal durch. Den ganz besonders zu erwähnenden Zwillingswasserfall Latefoss, der aufgrund der zurzeit üppigen Wassermengen ganz besonders wild ist und dessen Fotos unweigerlich hier in unseren Blog gehören! Die Gischt dieses, durch einen Felsvorsprung in zwei geteilten, den Berg hinabstürzenden Wasserfälle, ist so stark, dass wir uns nur mit Regenbekleidung nähern können und die Linse der Kamera leider sofort „tropft“. Die auf dem Foto erkennbare Brücke muss im Anschluss von uns überquert werden! Eine Autowäsche gratis!
Unterwegs zu unserem nächsten Ziel, dem berühmten, massiv im Lysefjord stehenden Felsen Preikestolen haben wir wiederum die als ‚besonders schön‘ markierten Straßen gewählt – und kommen somit immer wieder über Pässe – und immer wieder von 0 m auf 1000 m oder drüber. Und unweigerlich und überraschend landen wir auch immer wieder in Schnee und Eis! Faszinierend!
Ein tolles Bild haben wir übrigens Pauls Intuition zu verdanken. Wir fahren so gedankenverloren an einem Fjord entlang, Paul fährt, ich halte die Kamera gezückt, als er plötzlich ruft: diese kleine Insel dort unten haben wir vor neun Jahren fotografiert und das Bild ist in unserem Reiseführer drin! Sofort leiere ich das Fenster runter, er bremst ab, ich halte drauf und ergattere das nachfolgende Foto, welches alle, die unseren Nordlandreiseführer zu Hause haben, mal vergleichen können! Tatsächlich, genau diese kleine Insel mit dem bezaubernden Holzhäuschen mitten im Fjord haben wir damals auch fotografiert!!
Vor der Besteigung des Preikestolen machen wir mal wieder Halt auf einem, übrigens sehr schönen weil ‚ungeordneten‘ Campingplatz. Will heißen, man kann sich hinstellen wie man mag. Zelte, Wohnmobile, Wohnwagen und Klein-Busse (ganz neue Pössl zum Beispiel oder auch uralte, romantische VW-Busse), sogar ein „Wüsten-Fahrzeug“ (so haben wir es wegen seiner riesigen, hochstehenden Reifen genannt), stehen kreuz und quer auf einer großen, mit Bäumen gespickten Wiese, am Rand schlängelt sich ein Bach entlang, an dem Kinder angeln. Herrlich! Hier füllen wir mal wieder unsere Vorräte auf und machen ein wenig Pause (es waren mindestens zwei Stunden, Paul behauptet, es war sogar mehr!).
Am nächsten Morgen starten wir bei gutem Wetter voller Vorfreude auf den Preikestolen! Der 600 m senkrecht aus dem Fjord aufsteigende Fels wird auch „ Die Felskanzel Preikestolen“, oder wörtlich übersetzt ‚Predigtstuhl‘ genannt und von zwei unterschiedlichen Organisationen zum ‚schönsten Aussichtspunkt der Welt‘ gekürt.
Wir wissen, dass es extra einen gebührenpflichtigen Parkplatz gibt. Was wir nicht wissen ist, wie groß dieser inzwischen ist. Hunderte PKW’s und bestimmt 200 Wohnmobile sind schon vor uns da … Wir ahnten ja sowas schon, denn gestern erzählte eine junge Frau, die schon oben war, dass sie ganz sicher sei, dass mehr Menschen auf dem Preikestolen als auf dem Machu Picchu waren.
Ja, es begleiten uns Massen von Menschen zu diesem schönsten Aussichtspunkt, was sehr schade ist, denn wir nahmen diesen wirklich außergewöhnlich schönen, abwechslungsreichen, ca. 2-stündigen Weg zur Aussichtsplattform gar nicht richtig wahr, weil wir zum einen damit beschäftigt sind, die langsameren Wanderer zu überholen und zum anderen aufpassen müssen, dass wir mit den Schnelleren nicht kollidieren. An den steileren Stellen kommt es regelrecht zu Staus und so macht der Aufstieg nicht den Spaß, den man dabei haben könnte, bzw. den wir vor Jahren hatten. Hier mal ein paar Fotos, beginnen tun wir mit einem Foto von der auf einem Informationsschild beschriebenen Tour.
Trotz der vielen Menschen verliert dieser Felsen nicht an Faszination. Wir genießen das letzte Stück der Wanderung über das Hochplateau in vollen Zügen und der Moment, in dem man den Felsen erblickt ist unbeschreiblich.
Und wenn man dann von dort oben in den Fjord hineinschauen kann, da hat sich alles gelohnt, was man vorher dafür getan hat. Unzählige Fotos und eine kleine Vesperpause später laufen wir auf dem Hochplateau wieder zurück, auf dem auch einige der beliebten Steinhäufchen gebaut wurden. Wir würden nur zu gerne wissen, wer den untersten Stein dahin gelegt hat …
… und möchten euch bei dieser Gelegenheit mal unsere eigenen, allabendlichen Steinhäufchen in abgewandelter Form zeigen:
Tja, mit einem letzten Blick auf die Schären machen wir uns an den Abstieg und einem gemütlichen, stärkenden Tee im Wohnmobil.
Da die Sonne so herrlich scheint entscheiden wir uns, noch am gleichen Abend das Küstenstädtchen Stavanger anzuschauen, das sich als reizendes Städtchen entpuppt, nicht so touristisch wie viele andere. Ach hätten wir doch noch ein wenig mehr Zeit, würden wir ja noch bleiben, aber, hi, hi, acht Wochen sind einfach zu kurz! …
Der nächste Tag ist leider von Regen bestimmt. Wir müssen ja sagen, glücklicherweise hatten wir sehr wenig komplette Regentage, aber dieser war einer. So fuhren wir gemütlich mit Tee- und Schlafpausen in Richtung Kap Lindesness, wo uns, neben einem idyllischen Campingplatz mit Mini-Fischerhafen, der älteste Leuchtturm Norwegens erwartet. Da wir trotz des wechselhaften Wetters bislang immer das Glück hatten, unsere Wanderungen bei sehr gutem Wetter gemacht zu haben und noch keine Wanderung im Regen, entschieden wir am nächsten Morgen, dass es jetzt doch mal an der Zeit wäre und machen uns trotz Nieselregen zu Fuß auf den Weg zum Leuchtturm, dem südlichsten Festlandpunkt Norwegens. Die Tour war ausgesprochen abwechslungsreich, durch Wald, an einem idyllischen See vorbei, über eine durch den Regen „quietsche-nasse“ Sumpflandschaft, vorbei an einzelnen Häusern. Zum Schluss stellte sich heraus, dass es doch 9,5 km waren – dank Pauls GPS-Gerät wussten wir, dass wir damit wieder eine gute Trainingseinheit gemacht haben.
Der Leuchtturm ist übrigens noch in Betrieb. Er ist der älteste Norwegens, denn bereits im Jahr 1656 wurde hier das erste Leuchtfeuer entzündet. 350 Jahre norwegische Leuchtfeuergeschichte liegen zwischen den ersten flackernden Talglichtern und den heutigen LED-Lampen. In dieser Zeit hat Lindesnes die meisten leuchtfeuertechnischen Lösungen erlebt.
Für morgen hat der norwegische Wetterbericht Sonne angesagt! Bei der Gelegenheit zeigen wir euch den Meteorologen-Stein aus Norwegen, der garantiert 100%ig das Wetter vorhersagt!
Mit Sonne für morgen lägen wir genau richtig, denn da werden wir die ersten Sandstrände des norwegischen Südens erreichen – mal sehen, wie weit wir uns entblättern können …
Wir werden euch davon berichten, denn wir sind ein wenig neidisch auf eure sommerlichen Temperaturen. Bitte verplempert jetzt nicht unnötig die Hitze und wenn wir wieder zu Hause sind, ist nix mehr für uns übrig! Denkt an uns!!
Für heute sagen wir Tschüss, grüßen ganz herzlich und wünschen uns, dass ihr uns auch auf den letzten Etappen noch so aktiv begleitet, denn neben den Sandstränden und auf der Route liegenden netten Fischerorten warten ja auch noch Oslo, Göteborg und Malmö auf uns!
Eure Weltenbummler
Barbara & Paul



















































So da Ist mein längst fälliger Kommentar !!!!
Und wieder wird man als eifriger Leser dieses Blockes auf eine phantastische Reise mitgenommen !!!!
Die genialen Bilder und tollen Erleuterungen sorgen wirklich für einiges staunen!!!
Am Ende dieses Reiseberichtes angekommen kann ich nur sagen ich freue mich darauf den nächsten mitzuverfolgen und ……
Man sollte auch einmal eine solche Reise machen!!!!!
Viele Grüße
Werner Müller