Nun ist schon der 15. Februar und wir kommen aus den Höhepunkten unserer Reise nicht mehr raus – wir müssen unbedingt mal wieder eine kurze Pause einlegen, sonst passt nix mehr in den Speicher im Kopf rein. Und der kleine Wäscheberg sucht auch nach einer Waschmaschine und die Reiseberichte wollen formuliert werden und die Bilder beschriftet und gespeichert – ja, findet ihr nicht auch, dass wir mal eine Pause verdient haben? Jedenfalls finden wir den idealen Platz, diese Pause einzulegen:
In Hokitika!

Ein kleiner, aber feiner Campingplatz direkt am Strand, mit Laundry und allem was wir brauchen. Die Stadt ist Hochburg der Jade-Kunst, das heißt, es wird hauptsächlich Schmuck aus Jadesteinen hergestellt. In einer kleinen Manufaktur, in der man sogar so was lernen kann (auch als Tourist), finden wir natürlich auch eine Kleinigkeit… 

Nachdem wir an dem Ankommenstag wirklich erst mal unsere “Arbeit” machten, konnten wir am nächsten Tag am Strand entlang in die Stadt gehen. Aber, an w a s für einem Strand!! Wildes, schäumendes Meer hat den ganzen langen Sandstrand voller Strandgut aus Holzstämmen übersäht.
Aus diesen, manchmal bizarren, Holzstämmen haben sogar Künstler in einem kleinen Wettbewerb Holz-Skulpturen erstellt und diese sind sehenswert.
An einer Stelle fliest ein mächtiger Fluss ins Meer und an diesem Punkt sind um die Jahrhundertwende 1890 bis 1910 viele Schiffe gekentert, deren ertrunkenen Seeleute mit einem kleinen Denkmal gedacht wird.
Wir nutzen diese kleine, nicht besonders schöne, aber dennoch ganz nette Stadt, um einen Internetzugang zu finden, denn wieder einmal hindert uns unser kleines Netbook an ungetrübter Internetverbindung. Diesmal sind wir selbst ein wenig mit Schuld, denn unser Antivirusprogramm ist abgelaufen und wir haben es zwar noch zu Hause verlängern lassen, haben aber nicht darauf geachtet, ob die Rechnung abgebucht ist und – ihr könnt es euch denken, war sie nicht. Nun mailten wir hin und her, letztendlich müssen wir es uns erneut herunterladen. Da es hier in Neuseeland aber keine Flatrates gibt, kaufen die Leute Megabites ein. Wenn wir dann z.B. am Campinglatz einen WiFi-Anschluss bekommen, kaufen wir wiederum von denen die MB’s ab. Nun ist es schwierig abzuschätzen, wie viel wir brauchen und deshalb suchten wir nach einer “Endlos-Lösung” – und fanden sie in einer Library, einer städtischen Bücherei. Denn hier in Neuseeland ist es genauso wie z.B. in Finnland, die Leihbüchereien bieten jedem kostenlosen Internetzugang. So verging zwar ein herrlich sonniger Vormittag, aber wir hatten zumindest unser kleines Problem gelöst und konnten noch einen guten Kaffee im Café de Paris trinken, das historisch am Platz ist. Von dort aus soll nämlich die Kaffekultur nach Neuseeland gebracht worden sein. Am Strand entlang laufen wir wieder zurück auf unseren Campingplatz und haben abends dann noch ein wenig mit Julia und Alexander geskypt – und die MB’s bis aufs Letzte “verbraten”.
