Picos de Europa – Teil III: Fuente Dé – Bergbahn und Abstieg

Hallo liebe Blogfreunde,

heute sind wir nun bei Teil III dieses Naturwunders angekommen. Auf dem Weg nach Fuente dé, der Bergbahnstation, umgeben von ursprünglichen Dörfern und Bergwelten, wie im gesamten Park, unterhalten wir uns über diesen herrlichen Nationalpark und tauschen unser Detailwissen aus.

Paul interessiert sich natürlich für die Höhe des höchsten Gipfels und kann mit dem Wissen glänzen, dass dieser 2.596m hoch ist. Und dass das Gebirge ein immenses vertikales Kalkgebirge ist, das mit dichten Buchen- und Eichenwäldern an den Hängen umgeben ist. Die Wiederentdeckung der Picos fand bereits im 19. Jahrhundert statt und war ein Ergebnis des verspäteten romantischen Abenteuergeistes einiger erlauchter Fremder.

Ich interessiere mich mehr für die kulturellen Aspekte und so konnte ich beitragen, dass diese Berge seit Menschengedenken Zuflucht boten für Völker, die sich gegen die Invasion anderer Kulturen wehrten. Hierzu zählt der Widerstand der letzten Asturier und Kantabrier gegen die römischen Truppen oder die bekannte Schlacht von Covadonga, in der König Pelayo die Armee der Mauren vertreiben konnte – wir erwähnten das bereits.
Die heutigen Bewohner der Picos de Europa haben sich ihre jahrhundertealte Lebensweise bewahrt, was vor allem auf die seit Jahrhunderten isolierte Lage zurückzuführen ist, in der sie von der Viehwirtschaft in den Bergen gelebt haben. Der Mensch musste also seine Arbeit den Naturkreisläufen anpassen, um dort die Weiden abzugrasen, während in den Tälern Gras gemäht und als Heu für die harten Winter gespeichert wird. Durch die Bergweidewirtschaft im Frühling und Sommer mussten die Menschen die Verwendung der Milch, die sie tagtäglich von ihrem Vieh erhielten, opitmieren und sie in ein haltbares Produkt verwandeln, das sie auch noch Monate später verzehren oder verkaufen können. So entstand der Käse der Picos de Europa, bekannt für seinen starken Geschmack, der durch die Fermentierung in den Höhlen entsteht. Er reift auch heute noch in den Höhlen der Berge.
Aufgrund der hier befindlichen Ökosysteme ist auch die Fauna reichhaltig. Weiden, felsige Gipfel, offene Wiesen, dichte Wälder, Höhlen, Seen und Canyons sind Lebensraum für die kantabrische Gemse, Alpenkrähen, Steinadler und Gänsegeier, Rebhühner, Rehe, Hirsche, Wildschweine, Füchse und Wildkatzen. Der Braunbär, der Wolf und der atlantische Wildlachs sind wohl die für uns außergewöhnlichsten Bewohner.
All das macht diesen Nationalpark zu einem Juwel für die Besucher. Dabei ist er noch so unbekannt. Vielleicht aber kann er sich ja gerade dadurch noch das Ursprüngliche bewahren …

Inzwischen sind wir in Potes angekommen, einem verhältnismässig touristischen Städtchen, das uns mal wieder ein wenig Leben bot.
02..Potes IMG_1637 (1) 02..Potes IMG_1637 (8) 02..Potes IMG_1637 (11) 02..Potes IMG_1637 (12)02..Potes IMG_1637 (20) 02..Potes IMG_1637 (22) 02..Potes IMG_1637 (25)Als wir an der Bahnstation ankamen, waren wir dann doch von dem Andrang überrascht. Die Gondel macht es halt jedem Besucher sehr leicht, einmal in die Gipfel der Berge vorzudringen. Wir blieben dennoch bei unserem Plan, mit der Bahn nach oben zu fahren und dann einen, in langen Strecken einfachen, Abstieg zu wählen. Allerdings beachte man die Einschränkung „lange Strecken“ …
05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (2) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (6) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (9)Wir sind ca. 6 Stunden unterwegs, genießen den Weg in vollen Zügen und möchten nun natürlich auch euch wieder teilhaben lassen an den Panoramen. Tierische Begegnungen durften auch hier nicht fehlen.
05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (18) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (19) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (21) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (22)05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (27) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (29) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (30) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (33) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (34) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (37)05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (40) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (44) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (46) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (54) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (57)

Und der Rest des Weges forderte dann überraschenderweise doch nochmal unsere Bergfestigkeit heraus:05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (59) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (61) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (72) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (78) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (79)Da es uns im ‚Picos‘ so gut gefällt, entscheiden wir, noch nach Caín zu fahren und von dort aus den Schluchtenweg in entgegengesetzter Richtung zu laufen. Das Wetter bleibt stabil.

05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (1)Bis dahin, sonnige Grüße von euren Weltenbummlern
Barbara & Paul

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